Die Innsbrucker Glückwunschkarte 2019

(vormals Neujahrsentschuldigungskarte)

Der Innenstadtverein legt heuer zum vierten Mal eine „Innsbrucker Glückwunschkarte“ auf. Nach dem großen Erfolg der letzten Jahre war es logisch, dieses soziale Engagement fortzuführen. 

„Mit dieser Aktion unterstützen wir auch heuer wieder zwei Institutionen, die dort helfen, wo es am Notwendigsten gebraucht wird “, so Thomas Hudovernik, Obmann des Innenstadtvereins. Der Ertrag kommt zur Gänze der Aktion „Licht ins Dunkel“ und der „Tiroler Hospiz Gemeinschaft“ zu Gute. 

Die auf 300 Exemplare limitierte, nummerierte und von der Künstlerin signierte Auflage macht die Karte zum Sammlerstück.

Ab Mittwoch, 21.11.2018 kann die Karte in den unten angeführten Verkaufsstellen erworben werden. Wir erbeten eine Spende von 120,- EUR pro Karte.

  • Kaufhaus Tyrol, Info Point im EG
  • Tiroler Sparkasse, Sparkassenplatz 1
  • by Fink’s man, RathausGalerien
  • by Fink’s woman, Maria-Theresien-Straße 24
  • Miller United Optics, Meraner Straße 3
  • Wagner’sche Buchhandlung, Museumstraße 4
  • Innsbruck Information, Burggraben 3, dort auch am Wochenende
  • Hotel Weisses Kreuz, Herzog-Friedrich-Straße 31
  • Zentral Apotheke, Anichstraße 2a
  • Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Museumstraße 15

Bestellung auch per Email: info(at)innenstadtverein.at möglich.

Die Künstlerin
NORA SCHÖPFER
1962 in Innsbruck geboren
1984 – 1991 an der Angewandten in Wien Studium bei Oswald Oberhuber und Ernst Caramelle
2018 Preis des Landes Tirol für zeitgenössische Kunst
Weitere Informationen auf: www.noraschoepfer.com

300 4-färbige Offsetlithographien
Von der Künstlerin nummeriert (1/300 bis 300/300) und handsigniert
Papier: iQ Selection Smooth 300g

Wir bedanken uns bei der Künstlerin Nora Schöpfer, beim Antiquar und Galeristen Dieter Tausch, beim Kustos der Bibliothek des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum Roland Sila und bei Hörtenbergdruck in Telfs für die umfassende Unterstützung bei der Realisierung.

Zum Hintergrund der „Entschuldigungskarte“:

Als vor knapp 200 Jahren in Innsbruck für das Jahr 1820 die erste Tiroler Neujahrs-Entschuldigungskarte aufgelegt wurde, reagierte die Bevölkerung begeistert. Denn der Kauf einer Karte ersetzte den von vielen als unangenehm empfundenen Neujahrsbesuch ärmerer Bevölkerungsschichten, welcher die vermögenden Innsbrucker verpflichtete, ein Almosen zu geben. Der Erlös aus dem Verkauf der Karten wiederum floss in soziale Projekte der Stadt – und so konnten bereits im ersten Jahr über 600 Karten verkauft werden. In den folgenden Jahren waren es dann jährlich über 2000 Karten, die einen Abnehmer fanden.

Die Käufer wiederum wurden in der Zeitung publiziert, was mit Sicherheit zum Verkaufserfolg beitrug.

Waren es zu Beginn meist religiöse Motive, die die relativ kleinformatigen Karten schmückten, so wurden aus den Neujahrsentschuldigungskarten zu Ende des 19. Jahrhunderts großformatige, dekorative und repräsentative Blätter. So finden sich etwa Stadtpläne, historische Gebäude oder Herrscherporträts.

Der Brauch setzte sich bald in ganz Tirol durch, sehr rasch folgten die anderen Städte Tirols

und so sind heute über 60 Orte bekannt, die eigene Karten zum Verkauf anboten. Für Innsbruck ist zu erwähnen, dass Wilten, Amras, Pradl, Mariahilf, Mühlau und Hötting vor ihrer Eingemeindung eigene Karten auflegten. Auch wurden ab dem späten 19. Jahrhundert andere Verwendungszwecke für den Erlös gebräuchlich, in Pradl etwa wurde der Kirchenbauverein mit dem Ertrag bedient. Im Jahr 1936 wurde durch den Kirchenbauverein Hötting die bislang letzte bekannte Neujahrsentschuldigungskarte in Innsbruck aufgelegt.

Da es den Brauch der Neujahrsbesuche und Entschuldigungen in dieser Form nicht mehr gibt, haben sich die Organisatoren dazu entschlossen, die Neujahrsentschuldigungskarte in Zukunft Innsbrucker Glückwunschkarte zu nennen.